Infos für interessierte Hundehalter

Die Hundebesitzer besuchen mit ihrem Hund regelmäßig, einmal pro Woche, ehrenamtlich Menschen in einer Einrichtung. Je nach Mentalität und Vorliebe des Besuchsteams sind sowohl Einzelbesuche, als auch Gruppenbesuche möglich.

Schnell entstehen zwischen Hund und besuchtem Bewohner intensive Beziehungen. Die Bewohnerin oder der Bewohner freuen sich auf "ihren" oder "seinen" Hund. Das Streicheln und Füttern des Hundes, aber auch der Plausch mit Herrchen oder Frauchen sorgen für neue Anregungen.

Gerade für Demenzerkrankte wirkt sich ein solcher regelmäßiger Besuch positiv aus. Er regt dazu an, sich an den eigenen Hund zu erinnern, spricht das Langzeitgedächtnis an und lässt so die Vergangenheit lebendig sein. Oftmals hilft er verwirrten alten Menschen zu einem Gefühl der Orientierung und Geborgenheit.

Für den Hund ist der Hundebesuchsdienst nicht einfach. Behutsam wird er an seine neue Aufgabe herangeführt. Glatte Böden, fremde Gerüche, die alten Menschen, deren manchmal unbeholfene Gesten und unartikulierte Sprechweisen so wie Gehhilfen und Rollstühle sind gewöhnungsbedürftige Rahmenbedingungen. Deshalb ist der Hund während des Besuchs ständig zu beobachten und darf auf keinen Fall überfordert werden.

Wichtig ist: Der Hund ist weitgehend gehorsam und reagiert in keiner Situation aggressiv. Alle Besuchshunde vom Verein Leben mit Tieren Bochum werden vor ihrem Einsatz tierärztlich untersucht sowie von einer Hundetrainerin und Hundepsychologin auf Besuchsdiensttauglichkeit getestet. Nähere Informationen zum Verhaltenstest finden Sie unter dem Punkt Verhaltenstest.

Die Hundebesitzer werden auf ihren Einsatz vorbereitet. Regelmäßig findet einmal im Monat unser Stammtisch statt. Hier können untereinander Erfahrungen ausgetauscht werden. Zusätzlich gibt es regelmäßig Fortbildungsabende  rund um das Thema Hund und Hundebesuchsdienst.

Die Hundehalter erhalten als Ehrenamtliche pro Einsatz (Besuch) eine Aufwandsentschädigung.

Infos für interessierte Einrichtungen

Der Besuch des Hundes belebt und aktiviert alte Menschen und ist mehr als nur eine willkommene Abwechslung. Kinder werden durch den Kontakt mit Tieren in ihrer psychosozialen Entwicklung gefördert. Außerdem erlernen sie bei unseren Besuchen einen angemessenen Umgang mit Hunden. Das stärkt ihr Selbstvertrauen. Der Hund gibt körperliche Nähe und motiviert zu Aktivitäten. Darüber hinaus läd er alte Menschen ein Erinnerungen an eigene Haustiere zu reaktivieren. Bereits der gelegentliche Kontakt mit dem Hund ist ein Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität: Mit regelmäßigen Besuchen können weitergehende Ziele erreicht werden.

Der Verein „Leben mit Tieren Bochum e.V." bietet die Möglichkeit einen organisierten Hundebesuchsdienst besonders in Altenpflegeheimen, aber auch Kindergärten, Schulen und Hospizen durchzuführen. Unsere geschulten Mensch-Hund-Teams führen sowohl Einzelbesuche, als auch Gruppenbesuche durch. Die Besuche finden in der Regel einmal wöchentlich statt.

Voraussetzung ist, dass die Besuchsstunde durch Anwesenheit einer Kraft, bspw. des sozialen Dienstes, begleitet und unterstützt wird.

Unsere Besuchsteams sind gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Der/die Hundeführer/in nimmt an  Vorbereitungstreffen teil. Der Hund hat einen Test, der auf Grundlagen des Wesenstestes aufbaut und spezielle Elemente für den Besuchsdienst enthält, bestanden. Durchgeführt wird der Test durch eine Hundetrainerin und Hundepsychologin, die auch zur Abnahme von Sachkundenachweisen und Verhaltensprüfungen in NRW berechtigt ist.

Den Versicherungsschutz für die Besuchsteams gewährleistet der Verein. Die Hunde werden einmal im Jahr tierärztlich untersucht, extra genommene Kotproben vierteljährlich. Pro Besuch berechnen wir der Einrichtung eine Aufwandsentschädigung von 12,- €. Zu Bedingungen, Kosten und Versicherungsfragen wird mit den Einrichtungen eine Vereinbarung abgeschlossen.